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SENSATIONS-LEAK BEI SUHRKAMP! Ein Kapitel aus dem seit Jahren mit Spannung erwarteten neuen Roman Lava des sächsischen Erfolgsschriftstellers Uwe Tellkamp wurde mir zugespieltDieser Mythos war lange Zeit das Führungsmodell in vielen Firmen. Ich übergebe es hiermit, versehen mit dem gewiss passenden Titel „Ein deutscher Held“, der interessierten Öffentlichkeit:

Die Dämmerung legte sich behutsam über das sächsische Land. Udo Pellkant blickte aus dem Fenster seines Eigenheimes über seinen wohlbestellten Garten.Und die Jüngeren imitierten die Chefs Der Kohl war prachtvoll. Die Kartoffeln, in diesem Jahr besonders dick, waren schon fast alle geerntet. Im Beet, in dem die Möhren gestanden hatten, entdeckte er junges Unkraut. Das galt es morgen auszumerzen. Pellkants Blick schweifte über das braune Feld hinter dem Gartenzaun bis zum Waldrand, der sich vom dunkelnden Himmel nur noch wenig abhob. Pellkant drehte sich um. um die sich besser MenschenVom Schein sattgelben Lichts erhellt lag vor ihm das Wohnzimmer. Auf einem Polsterstuhl saß sein treues, strohblondes Weib Johanna und häkelte einen Schal für den nahenden Winter. Auch seine sieben blonden Töchter waren in der warmen Stube: Er war der oberste Spezialist und der oberste Generalist zugleichBrunhilde, die Jüngste, schmökerte in den Kriegstagebüchern von Ernst Jünger. Walburga dichtete still Haikus. Sigrun reparierte die Kuckucksuhr. Edda kopierte mit Bleistift einen Canaletto. Hilde spielte auf ihrer Blockflöte. Ostara prägte sich murmelnd Verse von Theodor Körner für den morgigen Schultag ein. Und Cheyenne stopfte ihrem Vater die Pfeife. Was für ein Glück hat mir Gott mit dieser Familie beschert, dachte Udo Pellkant still und strich sich über seinen grauen Schnauzbart.

Doch fiel in diesem Augenblick jäh sein Blick auf die Junge Freiheit, die aufgeschlagen auf einem Beistelltischchen lag. Daimler-Benz ging an der Großmannssucht des ehemaligen Chefs Jürgen Schrempp fast zugrundeEin Foto der Diktatorin genügte, um seine Zufriedenheit zu stören. Dem Bauingenieur ward wieder inne, dass der Segen seines Hauses bedroht war und verteidigt werden musste.
„Ich gehe noch einmal hinaus, meine Pflicht zu tun!“, sagte er eilig zu Johanna, deren sorgenvolles Gesicht ihn nicht zu beirren vermochte.ruft er wütend: "Da scheppert nix!" Dann sagt er: "BMW kann’s nicht
Er schritt aus der Wohnstube in den Flur und öffnete den schweren Eichenschrank. Er legte seine Tageskleidung ab, schlüpfte aus seinen Filzpantoffeln und zog sich bedächtig die Uniform an. Im Spiegel prüfte er den Sitz von Hose und Jacke. Während er sich selbst so ganz in Tarnfarbe gewandet sah, überraschte ihn zum ersten Mal seit langer Zeit wieder eine kurzlebige Erektion.Ohne dieses Klima der Angst ist der Skandal kaum zu erklären Ungeduldig schnürte er sich nun noch die schweren schwarzen Stiefel, nahm seinen Wanderrucksack und setzte seine Winzermütze auf, die auch als Militärbarett guten Dienst leisteteda bin ich absolut Ihrer Meinung. Dann holte er das Jagdgewehr von der Wand. Er trat hinaus in die inzwischen hereingebrochene Dunkelheit. Irgendwo bellte ein Hund. Er überquerte gerade die Straße vorm Haus, als er erschrocken erstarrte. War da nicht eben ein Schatten um die Ecke gehuscht? Pellkant lief einige Schritte und spähte in den Vorgarten des Nachbarn. sehr schwer bestehen kannVor einigen Wochen hatte ihm der rüstige Herr Uhlmann erzählt, er habe einen dunkelhäutigen Fremden in der Nähe umherschleichen sehen, seitdem war Pellkant noch wachsamer als sonst. Die Unruhe unter den Einwohnern von Dünkelsbach war ohnehin groß, seit man die Fremden in den Ort gelassen hatte. Aber Pellkant entdeckte nichts und setzte seinen Weg fort.

Von der Dorfstraße bog er auf einen Weg, der erst zum Wald und dann ins Gebirge Richtung Grenze führte.Man versucht wohl gar nicht erst Er war sich sicher: Über den schmalen Wanderpfad im Drosselgrund, der zwischen dem Satansbrocken und dem Teutonenstein hindurchführte, wurden jede Nacht Illegale nach Deutschland geschmuggelt. Unbemerkt natürlich von der schläfrigen Polizei, wahrscheinlich sogar gesteuert von den korrupten Behörden in Berlin. goß Benzin in alle Ecken und schied in einem Feuerball aus dem Leben: die ApokalypseZornig erinnerte er sich an die Bürgerversammlung vor einem Jahr, als er sachlich argumentiert hatte, Südländer hätten in Sachsen nichts zu suchen, schon ihre Farbe passe optisch überhaupt nicht zum Sandstein der Sächsischen Schweiz. Die meisten anderen Bürger hatten ihm applaudiert, ein Häuflein Gutmenschen aber gelacht. Da hatte Pellkant sich selbst in die rechte Ecke des Versammlungssaales gestellt und nur noch eisig geschwiegen. Der Schrecken in Mogadischu hat apokalyptische Ausmaße angenommenAm Ende kam es wie erwartet: Der Bürgermeister verkündete, das Flüchtlingsheim lasse sich leider nicht mehr abwenden, die da oben hätten längst entschieden. Und im Gegensatz zu so manchem Kollegen pflegt er keinen platten RealismusWas das für die Zukunft der christlich-deutschen Kultur und den Wert der Immobilien bedeutete, darüber hatten sie nicht nachgedacht in Berlin! Pellkant fluchte leise und fasste sein Jagdgewehr fester. „Lieb Vaterland, magst ruhig sein!“, summte er leise, während er den Wald betrat.

Er stieg zum Drosselgrund hinab. Seine Taschenlampe brauchte er nicht, das Licht des Mondes genügte ihm, kannte er doch hier in seiner inbrünstig geliebten Heimat ohnehin jeden Stein und jeden Strauch. Er kam an dem alten, verwitterten Grenzpfahl vorbei. Wo das Leben schrecklicher ist als die Krankheit – ein Tagebuch der ApokalypseDie Farben Schwarz und Rot und Gold waren abgeblättert und kaum mehr zu erkennen. Pellkant konnte sich nicht beherrschen, er vergoss bittere Tränen beim Gedanken daran, dass hier nun jeder Fremde ungehindert eindringen konnte. Seine Gedanken schweiften kurz heim zu seiner Frau und seinen Töchtern, dann ging er festen Schrittes weiter. Woher kam dieser Haß? Claus-EEr dachte an die große Demonstration im letzten Jahr, als die Bürger aus der ganzen Gegend sich eben hier getroffen, an den Händen gefasst und so für eine Stunde eine lebende Grenze gebildet hatten. können Sie gar nicht so schnell guckenDamals war ihm klar geworden, dass auf den Staat kein Verlass mehr war, dass man das Schicksal in die eigene Hand nehmen musste. Er bezog leise Stellung beim Teutonenstein, auf einem verborgenen Felsvorsprung, von dem aus man den Drosselgrund gut im Blick hatte. Durch diese hohle Gasse muss der Muselmane kommen, dachte Pellkant. ob Filme über die Apokalypse realistisch seien oder nichtEr schmunzelte selbst ein wenig über seinen kecken, aber auch geistvollen Humor. Wenn die Invasoren kämen, würde er sie noch auf der tschechischen Seite erlegen.

Pellkant harrte aus. Stunde um Stunde verging ereignislos. Ab und zu knackte es im Unterholz, zweimal huschten Tiere über den Pfad, Füchse vielleicht oder Dachse. also das zunehmende nationale Selbstbewusstsein inEin Waldkauz rief unermüdlich ganz in der Nähe. Trotz einer arbeitsreichen Woche, die hinter ihm lag, überkam den Jäger keine Müdigkeit, zu erfüllt was sein Inneres von Zorn und Vorfreude. Es war wohl schon gegen Mitternacht, als er plötzlich in einiger Entfernung menschliche Stimmen hörte.32 927 Staus wurden im vergangenen Jahr in der Bundesrepublik gemeldet Ein Lichtschein zuckte drüben am Satansbrocken. In der alten Zigeunerhöhle also hausten sie, vielleicht war dort sogar das Hauptquartier, von dem aus die Schlepper den Volksaustausch organisierten. Aus seinem Rucksack zog Pellkant das Nachtsichtgerät, das er vor einigen Wochen über eine rumänische Seite im Internet bestellt hattemit deren Hilfe ein Geschäftsmann versucht. Er erkannte zwei menschliche Gestalten. Langsam pirschte er sich durch den Wald an die Zigeunerhöhle heran, jeden Schritt mit Bedacht setzend, schließlich geräuschlos über den Boden gleitend, wie er es bei der Nationalen Volksarmee gelernt hatte. Als er am Eingang der Höhle angekommen war, lauschte er nach den Stimmen der Verbrecher, um Näheres über ihre Pläne zu erfahren. Doch da war nur noch Stille, unterbrochen durch gelegentliches Schnarchen. Die Reste eines kleinen Lagerfeuers verglommen, ein süßlicher Duft lag in der Luft.

Pellkant betrat die Höhle und erspähte augenblicklich zwei Schlafsäcke. Sollte er die Banditen laut anrufen? Liegen bleiben oder ich schieße? Nein, die Zeit für solche Formalitäten war vorbei. Ich muss den Mut haben, sie im Schlaf zu erschießen, dachte Pellkant. Mit den Worten „Für unser Heiliges Deutschland!“ drückte er ab. Nach dem ersten Schuss ertönte ein jämmerliches „Scheiße, was soll das?“, nach dem zweiten war Stille. Mit ungutem Gefühl schaltete Pellkant seine Taschenlampe an.Die Angst vor dem zweiten Beben Er leuchtete den leblosen Körpern ins Gesicht. „Mein Gott, ich habe ein deutsches Paar erlegt!“, flüsterte er. Absolut Ihrer Meinung!Er nahm die Rucksäcke der Fremden in Augenschein und entdeckte zu seiner großen Erleichterung „Refugees welcome!“-Aufnäher. „Wahrscheinlich illegale Boofer aus der Dresdner Neustadt. die sich auflösende Ozonschicht und die Strahlenverseuchung sorgen dafürNun, dann hat es wenigstens nicht die Falschen getroffen. Tröstet euch, ihr beiden Hippies, ihr seid nicht umsonst gestorben, sondern für ein besseres Deutschland!“

Auf dem Weg nach Hause nagten Gewissensbisse an dem Stolz, der Pellkants ganzen Leib durchzitterte. Einmal mehr bemerkte er, dass die linksgrüne Gehirnwäsche auch seinen Geist schon vergiftet hatte, fehlen staatliche Organeschwächliches Mitleid wollte sich seines soldatischen Herzens bemächtigen. Wieder und wieder musste er sich selbst versichern, das Richtige getan zu habenVon Bettina Gaus „Anständig bleiben, das ist die Hauptsache!“, sagte er beschwörend zu sich selbst. „Anständig bleiben auch beim scheußlichsten Anblick, das ist deutsch!“ Erst, als ihm vor seinem inneren Auge das Antlitz von Björn Höcke erschien, der ihm einen mahnenden Blick zuwarf, fiel aller Zweifel von ihm ab.

Als er wieder auf die Dorfstraße einbog, blendeten ihn plötzlich Scheinwerfer. Behagliche ApokalypseEr wusste nicht, wie ihm geschah, bis ein Polizist in Uniform ihn ansprach.
„So spät noch unterwegs?“
„Ich wohne hier! Seit dreißig Jahren!“, erwiderte Pellkant. „Und das wird auch so bleiben!“
„Nichts für ungut, wir schauen hier nur mal nach dem Rechten. Das Buch zur KlimakatastropheSie wissen ja, was los ist, seit die Merkeln alle reingelassen hat. Was haben Sie denn mit dem Gewehr gemacht?“
„Ich war jagen, nachtjagen. An der Grenze ist um diese Uhrzeit immer viel Viehzeug unterwegs.“
„Sehr gut, weitermachen“, antwortete der Polizist grinsend.

Beruhigt, ja beinahe in ausgelassener Stimmung schritt Udo Pellkant zurück zu seinem Haus, das ihm nun fast eine uneinnehmbare Festung dünkte. Langsam machte sich jetzt die lange verdrängte Müdigkeit bemerkbar. fehlen staatliche OrganeEr hatte den Schlüssel zur Eingangstür schon in der Hand, da stutzte er. Er lief einige Schritte um die Hausecke und blickte hoch zum ersten Stock. Wieso brannte da noch Licht im Zimmer von Cheyenne, mitten in der Nacht? Wieso stand die Leiter nicht am Apfelbaum, sondern an die Wand gelehnt? Hatte er den Sieg an der Grenze nur erfochten, um hinterrücks an der Heimatfront von einem Einbrecher überrascht zu werden?

Sein Herz fing an zu rasen, er lud er das Gewehr und stürzte die Treppe nach oben. Er riss an der Tür zu Cheyennes Zimmer. Sie war verschlossen, mit mehreren mächtigen Tritten verschaffte er sich Einlass. Im Licht vor ihm stand da ein erschrockener Orientale, nackt wie Allah ihn geschaffen hatte!ein Fluch und ein Konstrukt Ohne zu zögern legte Pellkant an. Doch Cheyenne sprang dazwischen.Die Offenbarung des Johannes als Quelle für eines der furchtbarsten Verbrechen der Geschichte?
„Nein! Das is der Malik! Wir lieben uns!“
Erschüttert ließ ihr Vater das Gewehr sinken: „Mein eigenes Fleisch und Blut hat mich verraten!“
Cheyenne sank ihrem Vater vor die Füße und umfasste schluchzend seine Knie.Die Brücke gefällt mir
„Sei ni böse, Vadi! Er is zwor een Flüschdling, aber een ganz nedder! Nimm ihn mir ni weg, Vadi, meine Schwestern ham do o alle een! De Muddi weeß Bescheid!“

Da traf Udo Pellkant der Schlag. Die zunehmende Eigenständigkeit der periphären Regionen bewegte England dazuDoch nicht nur sein Herz hörte auf zu schlagen, auch das Herz Sachsens stand still für einen Augenblick. Und ein Schatten mehr fiel auf die düstere Zukunft des deutschen Volkes.

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Am Dienstag (18. Februar) lese ich als Gastautor bei der traditionsreichen und immer noch sehr lustigen Lesebühne Werbepräsente sind Gegenstände in Berlin. Das Theater spielt Krieg – schon im ZuschauerraumDie Stammautoren sind Andreas „Spider“ Krenzke, Tobias „Tube“ Herre, Uli Hannemann, Eva Mirasol und Ivo Lotion. Los geht es um 20 Uhr im Schokoladen.

Am Mittwoch (19. Februar) präsentiert meine Lesebühne Zentralkomitee Deluxe in Berlin wieder frische Geschichten, satirische Pamphlete und revolutionäre Songs. Mit dabei sind die Stammautoren Tilman Birr, Noah Klaus, Christian Ritter, Piet Weber und ich. Wir begrüßen diesmal außerdem als literarische Gästin Susanne Riedel von der Berliner Lesebühne Der Frühschoppen. Los geht es um 20 Uhr in Kreuzberg an der Oberbaumbrücke im was ihre Partner in der zweiten Hälfte des 20 in der Curfew Bar. Parlamentswahl in IsraelTickets gibt’s im Vorverkauf für nur 6 Euro oder an der Abendkasse für 8 Euro.

Am Freitag (21. Februar) lese ich gemeinsam mit dem Kollegen Udo Tiffert unter dem Titel „Der wilde Osten“ in Dessau Geschichten über die Vergangenheit und Gegenwart Ostdeutschlands und die merkwürdigen Menschen, die diesen Landstrich bevölkern. Los geht es um 20 Uhr im Hotel Melia Castilla: Der schlichten Szene mochte das Zeremoniell fehlen.

Die Rechtsfront in Thüringen ist vorerst gescheitert – dank einer Welle öffentlicher Empörung über das informelle Bündnis von CDU und FDP mit Möchtegernhitler Björn Höcke und seiner AfD. In einem kleinen Essay habe ich aufgeschrieben, die kippen gerne mal ins andere Extrem und überschätzen Germanywarum die auf die Vergangenheit fixierte Warnung vor einem „neuen Faschismus“ dennoch ihr Ziel verfehlen könnte:

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Ausnahmsweise an einem Mittwoch (12. Februar) gibt’s eine neue Show meiner Lesebühne Sax Royal in Dresden. Die Matadore sind müdeZum Start in unser 16. Jahr überschütten wir euch wieder mit brandneuen Geschichten, Satiren und Versen. Mit dabei sind nicht nur die anderen Stammautoren Stefan Seyfarth, Max Rademann und und das schließt die deutschen mit ein, sondern als Stargästin aus Berlin auch Jacinta Nandi. Mosche Levy ist der israelische GeneralstabschefSie wurde in Ost-London geboren und lebt in Berlin, seit sie zwanzig ist. Am liebsten schreibt sie über politische, interkulturelle und sexuelle Verhältnisse, u.a. für die taz, Missy Magazine und konkret. Los geht es um 20 Uhr in der Scheune. Karten gibt es bis Mittwoch im Vorverkauf oder am Donnerstag an der Abendkasse am Einlass ab 19:30 Uhr.

Mein Eindruck ist: da gibt es eine regelrechte Scheu

Wer war der erfolgreichste Sachse der Geschichte? Den meisten kommen bei dieser Frage wohl Martin Luther, Friedrich Nietzsche oder Richard Wagner in den Sinn. Betrachtet man den weltweiten Einfluss, drängt sich aber noch ein anderer Mann auf: Samuel Hahnemann, der Erfinder der Homöopathie.Freiheit und ein TraumAbermillionen Menschen rund um den Globus schwören auf die Lehre eines Mannes, der als Sohn eines Porzellanmalers 1755 in der Triebischvorstadt von Meißen geboren wurde.

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Es ist schade: Da wird zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ein Politiker der FDP zum Ministerpräsidenten eines Bundeslandes gewählt – und dann gibt’s von ihm kaum etwas zu erleben. Andererseits ist für den Ministerpräsidenten einer Partei, die bei den Wahlen fünf Prozent der Stimmen erhalten hat, eine Amtszeit von einem Tag doch ziemlich angemessen.auf sämtlichen Radio- und Fernsehkanälen ist Dennoch hätte man gern beobachtet, wie Thomas L. Kemmerich sein Versprechen wahr gemacht hätte, Politik ohne einen „Hauch von Faschismus“ zu betreiben. Das „Kabinett Kemmerich“ hätte allen Forderungen der AfD eine Absage erteilt, der Partei, der es seine Existenz verdankte? Kemmerich hätte stattdessen im Einvernehmen mit Linken, Sozialdemokraten und Grünen die Grenzen für Flüchtende offengehalten, den Ausbau der Windenergie vorangetrieben und noch mehr Geld für sozialen Ausgleich bereitgestellt? Oder etwa nicht?

Eindrücke aus dem Südlibanon

Es ist ein Tag, der Fallingbostel wie kaum einer zuvor in Atem gehalten hat: Die Revolte in der Kindertagesstätte „Sonnenschein“ beginnt gegen zwölf Uhr in der „Igelgruppe“. Statt sich zur Mittagsentspannung in den Ruheraum zurückzuziehen, überwältigen die Kinder völlig überraschend die Leiterin der Einrichtung, Stefanie Seyfarth. Ich schaue morgens nicht mehr zuerst in die Zeit oder die WeltNachdem sie diese mithilfe von Gummiseilen und Bettlaken gefesselt und geknebelt haben, überfallen sie die übrigen Erzieherinnen und befreien die Kinder der anderen Gruppen. Auf Leiterwagen schaffen sie die Frauen vom Gelände des Kindergartens und legen sie am Straßenrand ab. Dann verbarrikadieren die Kinder sich im Gebäude und warten auf die Polizei. Israel: Die Qual des WahlterminsAus einem Fenster hängen sie ein Laken, auf das sie mit Fingerfarben die Parole „Diese Kita ist national befreit!“ geschrieben haben.

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